Vor Kurzem war ich mit meinem Mikrofon auf einer Jobmesse in der Region Erding unterwegs. Über 50 Unternehmen waren vor Ort, um Ausbildungsplätze, Jobs und Perspektiven für die Zukunft vorzustellen.
Mich hat vor allem eine Frage interessiert:
Wie geht es den Unternehmen aktuell wirklich – in Zeiten von Fachkräftemangel, veränderten Erwartungen der jungen Generation und dem großen Thema Künstliche Intelligenz?
Also bin ich von Stand zu Stand gegangen und habe mit Verantwortlichen aus verschiedenen Unternehmen gesprochen.
Ausbildung bleibt der wichtigste Einstieg
Viele Unternehmen, mit denen ich gesprochen habe, investieren stark in Ausbildung. Einige beschäftigen bereits eine große Zahl an Auszubildenden (bis zu 100 bei einem 800 Mann/Frau starken Unternehmen) und sehen darin einen entscheidenden Schlüssel für ihre Zukunft.
Gleichzeitig habe ich in vielen Gesprächen gehört, dass es zunehmend schwieriger wird, genügend Bewerber zu finden. Während früher auf einen Ausbildungsplatz 3–4 Bewerbungen kamen, bleiben heute viele Ausbildungsplätze unbesetzt.
Das bedeutet für Unternehmen:
Sie müssen stärker erklären, welche Chancen ein Beruf bietet und warum eine Ausbildung ein attraktiver Karriereweg sein kann.
Was sich bei jungen Menschen verändert hat?
Ein Thema kam in vielen Gesprächen immer wieder auf:
Die Erwartungen und das Verhalten junger Menschen haben sich sehr verändert. Die Jugend kann wählen und ist damit oftmals auch überfordert.
Viel zu viele Fragezeichen und wenig Entscheidungswille machen es für alle Beteiligten sehr viel Schwerer verbindlich ins Gespräch zu kommen . Wie gut, dass es regionale Jobmessen gibt, um sich zu informieren und ein Bild über den Arbeitsmarkt zu erhalten.
Viele Ausbilderinnen und Ausbilder wünschen sich vor allem mehr Eigeninitiative. Also junge Menschen, die sich bewusst mit der Frage beschäftigen:
Was möchte ich wirklich lernen?
Und welcher Beruf passt zu mir?
Gleichzeitig habe ich auf der Messe auch motivierte Jugendliche erlebt, die neugierig Fragen gestellt und sich aktiv über verschiedene Berufe informiert haben.
KI kommt – aber nicht überall gleich schnell
Natürlich habe ich auch nach dem Thema Künstliche Intelligenz gefragt.
Viele Unternehmen beschäftigen sich bereits intensiv damit. Manche haben sogar eigene Arbeitsgruppen gegründet, um herauszufinden, wo KI sinnvoll eingesetzt werden kann.
Andere nutzen sie aktuell vor allem unterstützend – etwa für Texte, Ideen oder administrative Aufgaben.
Doch eines wurde ebenfalls deutlich:
In vielen Bereichen, besonders im Handwerk, in der Pflege oder im medizinischen Umfeld, bleibt der Mensch weiterhin unverzichtbar. Gott sein Dank. Ich sehe da auch eine Chance für Dienstleistung und Handwerk – das sind Berufe mit Zukunft.
Begegnungen schaffen Perspektiven
Was mich an der Jobmesse besonders gefreut hat:
Viele Jugendliche waren gemeinsam mit ihren Eltern vor Ort und haben sich aktiv über verschiedene Berufe informiert.
Genau darum geht es bei solchen Veranstaltungen.
Menschen kommen miteinander ins Gespräch, lernen unterschiedliche Branchen kennen und entdecken vielleicht sogar einen Beruf, den sie vorher gar nicht auf dem Radar hatten.
Mein Fazit:
Die Gespräche auf der Jobmesse haben mir gezeigt:
Die Chancen für junge Menschen sind rießig. Viele Unternehmen bieten Praktika und Schnupperwochen an um sich vor Ort ein Bild zu machen und tun sehr viel für ihre Auszubildenden.
Unternehmen suchen engagierte Menschen, die Lust haben zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.
Und genau dafür sind Ausbildung und praktische Erfahrungen nach wie vor ein unglaublich wertvoller Weg.
🎧 Wenn du mehr Einblicke aus diesen Gesprächen hören möchtest, dann hör gerne in die Podcastfolge rein.
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