#282 Zukunft der Arbeit im Mit­tel­stand – Ein­drü­cke von der Jobmesse

Vor Kur­zem war ich mit mei­nem Mikro­fon auf einer Job­mes­se in der Regi­on Erding unter­wegs. Über 50 Unter­neh­men waren vor Ort, um Aus­bil­dungs­plät­ze, Jobs und Per­spek­ti­ven für die Zukunft vorzustellen.

Mich hat vor allem eine Fra­ge interessiert:
Wie geht es den Unter­neh­men aktu­ell wirk­lich – in Zei­ten von Fach­kräf­te­man­gel, ver­än­der­ten Erwar­tun­gen der jun­gen Gene­ra­ti­on und dem gro­ßen The­ma Künst­li­che Intelligenz?

Also bin ich von Stand zu Stand gegan­gen und habe mit Ver­ant­wort­li­chen aus ver­schie­de­nen Unter­neh­men gesprochen.
Aus­bil­dung bleibt der wich­tigs­te Einstieg

Vie­le Unter­neh­men, mit denen ich gespro­chen habe, inves­tie­ren stark in Aus­bil­dung. Eini­ge beschäf­ti­gen bereits eine gro­ße Zahl an Aus­zu­bil­den­den (bis zu 100 bei einem 800 Mann/Frau star­ken Unter­neh­men) und sehen dar­in einen ent­schei­den­den Schlüs­sel für ihre Zukunft.
Gleich­zei­tig habe ich in vie­len Gesprä­chen gehört, dass es zuneh­mend schwie­ri­ger wird, genü­gend Bewer­ber zu fin­den. Wäh­rend frü­her auf einen Aus­bil­dungs­platz 3–4 Bewer­bun­gen kamen, blei­ben heu­te vie­le Aus­bil­dungs­plät­ze unbesetzt.

Das bedeu­tet für Unternehmen:
Sie müs­sen stär­ker erklä­ren, wel­che Chan­cen ein Beruf bie­tet und war­um eine Aus­bil­dung ein attrak­ti­ver Kar­rie­re­weg sein kann.

Was sich bei jun­gen Men­schen ver­än­dert hat?
Ein The­ma kam in vie­len Gesprä­chen immer wie­der auf:
Die Erwar­tun­gen und das Ver­hal­ten jun­ger Men­schen haben sich sehr ver­än­dert. Die Jugend kann wäh­len und ist damit oft­mals auch überfordert.
Viel zu vie­le Fra­ge­zei­chen und wenig Ent­schei­dungs­wil­le machen es für alle Betei­lig­ten sehr viel Schwe­rer ver­bind­lich ins Gespräch zu kom­men . Wie gut, dass es regio­na­le Job­mes­sen gibt, um sich zu infor­mie­ren und ein Bild über den Arbeits­markt zu erhalten.

Vie­le Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­der wün­schen sich vor allem mehr Eigen­in­itia­ti­ve. Also jun­ge Men­schen, die sich bewusst mit der Fra­ge beschäftigen:
Was möch­te ich wirk­lich lernen?
Und wel­cher Beruf passt zu mir?

Gleich­zei­tig habe ich auf der Mes­se auch moti­vier­te Jugend­li­che erlebt, die neu­gie­rig Fra­gen gestellt und sich aktiv über ver­schie­de­ne Beru­fe infor­miert haben.
KI kommt – aber nicht über­all gleich schnell
Natür­lich habe ich auch nach dem The­ma Künst­li­che Intel­li­genz gefragt.
Vie­le Unter­neh­men beschäf­ti­gen sich bereits inten­siv damit. Man­che haben sogar eige­ne Arbeits­grup­pen gegrün­det, um her­aus­zu­fin­den, wo KI sinn­voll ein­ge­setzt wer­den kann.
Ande­re nut­zen sie aktu­ell vor allem unter­stüt­zend – etwa für Tex­te, Ideen oder admi­nis­tra­ti­ve Aufgaben.

Doch eines wur­de eben­falls deutlich:
In vie­len Berei­chen, beson­ders im Hand­werk, in der Pfle­ge oder im medi­zi­ni­schen Umfeld, bleibt der Mensch wei­ter­hin unver­zicht­bar. Gott sein Dank. Ich sehe da auch eine Chan­ce für Dienst­leis­tung und Hand­werk – das sind Beru­fe mit Zukunft.

Begeg­nun­gen schaf­fen Perspektiven

Was mich an der Job­mes­se beson­ders gefreut hat:
Vie­le Jugend­li­che waren gemein­sam mit ihren Eltern vor Ort und haben sich aktiv über ver­schie­de­ne Beru­fe informiert.
Genau dar­um geht es bei sol­chen Veranstaltungen.
Men­schen kom­men mit­ein­an­der ins Gespräch, ler­nen unter­schied­li­che Bran­chen ken­nen und ent­de­cken viel­leicht sogar einen Beruf, den sie vor­her gar nicht auf dem Radar hatten.

Mein Fazit:
Die Gesprä­che auf der Job­mes­se haben mir gezeigt:
Die Chan­cen für jun­ge Men­schen sind rie­ßig. Vie­le Unter­neh­men bie­ten Prak­ti­ka und Schnup­per­wo­chen an um sich vor Ort ein Bild zu machen und tun sehr viel für ihre Auszubildenden.
Unter­neh­men suchen enga­gier­te Men­schen, die Lust haben zu ler­nen, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.
Und genau dafür sind Aus­bil­dung und prak­ti­sche Erfah­run­gen nach wie vor ein unglaub­lich wert­vol­ler Weg.

🎧 Wenn du mehr Ein­bli­cke aus die­sen Gesprä­chen hören möch­test, dann hör ger­ne in die Pod­cast­fol­ge rein.

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